VA 09.02. 20 Uhr: Orgasmusschwierigkeiten & Revolution (VERLEGT AUF 09.02.!!!)

VERLEGT – NEUER TERMIN: 09.02. 20 Uhr

Vortrag von Andrea Trumann am besetzten Insitut für Sozialwissenschaften

Die Bewegungen rund um `68 haben die politische Praxis auf eine neue Ebene gehoben. Erstmals wurde die Kritik der Familie, des autoritären Charakters und der Sexualität zum wesentlichen Teil der Kritik, und das Experimentieren mit neuen Formen des Zusammenlebens ist seither aus radikalen Szenezusammenhängen nicht mehr wegzudenken. Durch den Schwerpunkt der Bewegung aufs Private wurde auch die für jede Revolution notwendige Emanzipation der Frauen mit angeschoben. Doch nicht nur das: In den kurzen Momenten, in denen die politische mit der privaten Emanzipation zusammenkam, erreichte die Bewegung die höchste Faszination und die größte Durchschlagkraft. Jedoch wurden die Forderungen und die Kritik der Frauen von der allgemeinen Bewegung brüsk abgelehnt, und damit das Ende der Revolte eingeläutet.

Diese Entwicklung der deutschen Studentenbewegung soll von der Subversiven Aktion bis zum Beginn der zweiten deutschen Frauenbewegung nachgezeichnet werden.

http://magazinredaktion.tk/orgasmus.php

• Besetztes Institut für Sozialwissenschaft • Universitätsstr. 3b • Donnerstag, 09.02.2017 • 20:00

VERLEGT – NEUER TERMIN: 09.02. 20 Uhr

VA 03.02. 16 Uhr: Außenposten der Festung Europa. Perspektiven aus Melilla Vortrag und Diskussion

Am kommenden 6. Februar jährt sich zum dritten Mal der Tod von fünfzehn Menschen, die schwimmend die spanische Enklave Ceuta und somit die EU erreichen wollten. Damals schoss die spanische Grenzpolizei mit Gummigeschossen und Tränengas auf die Schwimmenden und zeigte so auf besonders brutale Weise die  menschenverachtende Gewalt des europäischen Grenzregimes. Der Referent hat 2015 und 2016 in Melilla, der anderen spanischen Enklave, gelebt und berichtet von seinen Erfahrungen in Bezug auf die Funktion als Außenposten der Festung Europa. Dabei werden diese in einen weiteren Kontext eingebettet, ohne die Situation in der kleinen Mittelmeerstadt – und was es bedeutet, dort zu leben – aus dem Fokus zu verlieren.

VA 02.02. 18 Uhr: Mieten runter – Löhne und Gehälter rauf – oder was Zwangsräumungen mit dem Niedriglohnsektor zu tun haben

mit Peter Nowak (Journalist) und Matthias Coers (Filmemacher)

„Vom Niedriglohnsektor zur Zwangsräumung“, Videovortrag mit Mathias Coers (http://mietrebellen.de/) und Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de/)

Berichte, Videos, Bilder, Lesung zu aktuellen Wohn- und sozialen Kämpfen mit dem Autoren und Journalisten Peter Nowak (Buchveröffentlichung „Ein Streik steht wenn mensch ihn selber macht“) und dem Filmemacher und Soziologen Matthias Coers (Dokfilm „Mietrebellen“).  Der Niedriglohnsektor wächst und die Mieten steigen weiter, Mietschulden und Zwangsräumungen sind oftmals die Folgen – wie können die Kämpfe am Arbeitsplatz mit  Selbstorganisationsversuchen von Mieter*innen verbunden werden?  Im Anschluss Diskussion.

Danke für die großartige Demo!

Wir bedanken uns bei allen, die heute mit uns unter dem Motto „Nuriye, Holm, Kalle – wir bleiben alle! Für Uni von unten und Recht auf Stadt!“ auf der Straße waren. Insgesamt waren 1500 Leute auf der Straße (Bilder unten), um für bezahlbare Mieten, eine demokratische Hochschule und die Wiedereinstellung Anderj Holms (ganze Liste der Foderungen hier) an der HU zu protestieren! Wir haben ein starkes Zeichen gesetzt und den Forderungen unserer Besetzung & ihren Unterstützer*innen so nocheinmal Nachdruck verliehen. Wir freuen uns auf die nächsten Tage, wie immer mit spanndenem Programm!

Danke für all die Unterstützung von (Liste unvollständig):

Uni von Unten
Kotti & Co
Mieter_innen der Otto-Suhr Siedlung
Stadt von Unten
Interventionistische Linke Berlin
Zwangsräumung Verhindern
SDS HU Berlin
Studis gegen hohe Mieten
100% Tempelhofer Feld
Volksentscheid Retten
Bündnis gegen Rassismus
Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht
Pankower Mieterprotest
Bizim Kiez
La:iz
FSI OSI

Ausstellung: „Lost in Gentrification“

Eine Gruppe von Studis, die sich „Gegenkunst“ nennt hat eine Ausstellung zum Thema Gentrifizierung auf die Beine gestellt. Kommt vorbei!

Hier Bilder und der Ausstellungstext:

Seit einigen Jahren ist das Thema Gentrifizierung in der Öffentlichkeit Berlins angekommen. Dieser Begriff, der im deutschen Raum stark durch Andrej Holm geprägt wurde, ist inzwischen zu einer Art Signalwort geworden. Egal ob in Zeitungsartikeln, in der Kneipe oder im Wohnhaus – alle wissen was gemeint ist. Aber wissen sie das wirklich? Wer ist eigentlich Schuld? Die Schwaben? Die Studierenden? Die Yuppies? Oder doch eher das Café mit Barista und Latte-Art, dieser neue Bio-Laden oder die Kunstgalerie, in der andauernd dieser Typ mit dem Macbook sitzt? Und in welchem Verhältnis stehen in Berlin eigentlich Investor*innen und Politiker*innen?
Die Ausstellung soll euch selbst anhand von sieben Stationen in diesem Komplex con Gentrifizierungsprozessen verorten und euch ermutigen, zu diskutieren wie Struktur- und Akteur*innenperspektiven zusammengebracht werden können. Viel Spaß!

Überblick Stationen:
1) Gentrimap (Beamer)
2) Raucherinsel Installation „Lost in Gentrification“
3) „Wo wohnst du?“
4) Vergleich Angebotsmiete 2007 und 2016 Berlin
5) „Recht auf Stadt“
6) „So wirst auch du deine Mieter*innen los!“
7) Mietsteigerung Berlin

Demoroute für morgen 28.01. 13 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz

Morgen 13 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz!
Tomorrow 13 o’clock Rosa-Luxemburg-Platz!
Demain a 13 heurs en Rosa-Luxemburg-Platz!
Mañana a las 13 en Rosa-Luxemburg-Platz!

German version here.
Turkish version here.
Spanish version here.
Greek version here.
French version here.
English version here.

Link zum Flyer: flyer_v2
Link zum Poster 1: plakat_a2
Link zum Poster 2: plakat_a3

VA 27.01. 20 Uhr: Filmscreening „Miete essen Seele auf“ (Kotti & Co.)

Die Mietergemeinschaft Kotti & Co besetzte im Mai 2012 einen öffentlichen Platz in Berlin Kreuzberg und errichtete über Nacht ein Protesthaus. Verbunden mit umfangreichen Protestaktionen entwickelte sich die Initiative zu einem der zentralen Verhandlungsorte einer sozialen
Stadtentwicklungspolitik.

In der Nacht des 26. Mai 2012 zimmerten einige Bewohner der
Sozialwohnungen am Kottbusser Tor, mehrheitlich türkischstämmige Nachbarn, aus Europaletten ein Protesthaus zusammen. Sie nannten es „Gecekondu”, aus dem Türkischen übersetzt heißt das „über Nacht erbaut”. Mit dieser Besetzung eines öffentlichen Platzes im Zentrum von Kreuzberg begann die Mieterinitiative Kotti & Co einen bis heute täglich sichtbaren Widerstand und setzte das Thema des sozialen Wohnungsbaus und die massive Verdrängung von langjährigen Bewohnern aus der Innenstadt auf die politische Agenda.

Menschen mit sehr verschiedenen Biografien und politisch  unterschiedlichen Ansichten begannen miteinander zu reden und ihre Geschichten zu teilen. Die Abgrenzungen und Vorurteile wichen einer positiven Verunsicherung, aus Nachbarschaft entstand Freundschaft.

„Miete essen Seele auf” dokumentiert zwei Jahre nachbarschaftlicher
Organisierung und Protest am südlichen Kottbusser Tor gegen die jährlich
erhobenen Mieterhöhungen und die damit verbundene Gefahr der Zwangsräumung. Die Initiative fordert Mietobergrenzen sowie die Rückführung der Sozialwohnungen in städtisches Eigentum. Die Dokumentation verknüpft dabei die Wohnungsfrage mit der Geschichte der Migration und betont eine Verbindung von Rassismus und urbaner Verdrängung.

VA 03.02. 16 Uhr: Zusammenhänge zwischen Fernsehdiskurs und Geschlechterdiskurs

Vortrag/Workshop mit Anna Simone Voigt vom gFFZ Gender- und Frauenforschungszentrum Frankfurt: Formen von Männlichkeit in Fernsehserien, vor allem in „Six Feet Under“. Dabei geht es u.a. um Theorien zu hegemonialer Männlichkeit und männlicher Herrschaft

VA 27.01. 18 Uhr: Filmscreening präsentiert von she*claim

she*claim cinema lädt wieder zum Filmabend ein! Diesmal im besetzten sozialwissenschaftlichen Institut der HU Berlin (Raum: Keller 12B). Wir zeigen zum zweiten Mal eine Reihe queerfeministischer Kurzfilme aus verschiedenen Ländern und verschiedener Genres. Das genaue Programm bleibt eine Überraschung, aber freut euch schonmal auf Mädchen mit Superkräften, coming-of-age stories, Körperspeck und vieles mehr. Die meisten Filme sind in englischer Sprache, manche mit Untertiteln und manche ohne. Danach werden wir noch Zeit haben, gemeinsam über die Filme zu sprechen.

FB: https://www.facebook.com/events/172805873205095/

VA 03.02. 20 Uhr: Screening „Bildung für alle und zwar umsonst!“ mit Regisseur

Im Wintersemester 2003-2004 war der Studi-Streik gegen Studiengebühren erfolgreich. Die Doku (70 min) „Bildung für alle und zwar umsonst!“ von „aida“ berichtet darüber. Die Streikenden von damals erzählen von ihren Problemen durch die neoliberale Umgestaltung des Studiums, und vor allem von ihren Erfolgen im Kampf dagegen. Der phantasiereiche Widerstand vieler Fakultäten ist in Bild und Ton mitzuerleben.

Freitag, 3.2.2017, 20 Uhr, Raum K12b in Anwesenheit des Filmemachers.