VA 25.01. 16 Uhr: Informationsveranstaltung im SBZ Mops (Campus Adlershof)

Morgen (25.01.) organisieren solidarische Studis eine Informationsveranstaltung auf dem Campus Adlershof (SBZ Mops). Die Veranstaltung soll um 16 Uhr losgehen. Neben #iswbesetzt wird es auch Informationen über die Studentische Vollversammlung (19.01.) und deren Beschlüsse. Adlershof unite! Hier der Ankündigunstext:

* Was war eigentlich mit dieser Vollversammlung?
* Hä? Warum ist das SoWi-Institut bestetzt?
* Holm bleibt? Wo bleibt dieser Holm eigentlich?
* Was meinen die mit UNI VON UNTEN?

Seit letzter Woche Mittwoch ist das Institut für Sozialwissenschaften
der HU von Studierenden besetzt. Das kam nicht von ungefähr!  Gemeinsam mit Besetzer*innen wollen wir euch die Lage erklären und eure Fragen beantworten.

Außerdem berichten wir von der Vollversammlung neulich. Was wurde beschlossen, warum ist das wichtig?

https://www.facebook.com/events/160306901127663/

VA Samstag, 28.01. 13 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz: Demoaufruf Nuriye, Holm, Kalle – wir bleiben alle! Für Uni von unten und Recht auf Stadt!

Turkish version here.
Spanish version here.
Greek version here.
French version here.
English version here.
Link zum Flyer: flyer_v2
Link zum Poster 1: plakat_a2
Link zum Poster 2: plakat_a3

Wir, die Besetzer*innen des Institut für Sozialwissenschaften rufen am Samstag, den 28.01. gemeinsam mit stadtpolitischen Initiativen und anderen solidarischen Menschen zur Demonstration auf.
TREFFPUNKT: 28.1. 13 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz (Hier gehts zur FB-Veranstaltung)

Wir protestieren gegen die Entscheidung der Universitätsleitung der HU, den kritischen Wissenschaftler, Aktivisten und Dozierenden Andrej Holm zu entlassen. Die Kündigung ist ein Schlag gegen die kritische Forschung Holms, die Politik für die er steht und die Stimmen der Studierenden der HU. Unsere Besetzung ist daher eine Absage an undemokratische Entscheidungsstrukturen und ein konsequentes Zeichen für mehr Mitbestimmung!

Die Entlassungs Holms als Staatssekretär richtet sich gegen eine soziale und solidarische Wohnpolitik, die Berlin dringend braucht! Der Senat blockiert auf diesem Wege eine fortschrittliche Mieten- und Wohnungspolitik, die im Interesse aller Berliner*innen wäre. Dafür ziehen wir den regierenden Bürgermeister Müller und die SPD, aus deren Reihen innerhalb der Koalition die ersten Rücktrittsforderungen gegen Andrej Holm laut wurden, zur Verantwortung.

Berlin braucht eine völlig andere Stadtpolitik, die den Mieter*innen und nicht den Investor*Innen dient. Berlin braucht kritische Wissenschaft und demokratische, studentische Mitbestimmung.

Alle Menschen, die sich mit unserem Protest solidarisieren, die für eine
mieter*innennahe Wohnungspolitik einstehen und die unter der aktuellen Wohnraumsituation oder Kürzungspolitik an den Hochschulen leiden: Schließt euch uns an!

Am 28.01. tragen wir – Studierende, Schüler*innen, Erwerbslose, Arbeiter*innen, Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Mieter*inneninitiativen, stadtpolitischen Initiativen und weiteren Organisationen — den Protest auf die Straße!

Wir sehen uns am Samstag!

Uni von Unten
Kotti & Co
Mieter_innen der Otto-Suhr Siedlung
Stadt von Unten
Interventionistische Linke Berlin
Zwangsräumung Verhindern
SDS HU Berlin
Studis gegen hohe Mieten
100% Tempelhofer Feld
Volksentscheid Retten
Bündnis gegen Rassismus
Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht
Pankower Mieterprotest

Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung: http://facebook.com/events/256567801447609

VA Freitag, 27.01.: Macht und Widerstand als Ziel.

Reale Herrschaftsverhältnisse in der DDR und heute. Ein Streitgespräch

Freitag, 27.01. 18:00-20:00, Raum 004

Dr. Renate Hürtgen (aus der linken DDR-Opposition) und Rainer Wahls (stadtpolitisch in Berlin aktiv seit 1990) diskutieren über Perspektiven der stadtpolitischen Auseinandersetzungen in Berlin. Was waren die realen DDR-Verhältnisse, welche Kritik darf nicht vergessen werden – und wo greift welche Kritik zu kurz? Mit Fokus auf die Sollbruchstellen der jüngsten Zeit, geht es auch um Strategien von Macht + Gegenmacht + Machterhaltung. Welche Optionen stehen einem bürgerbewegten, zivilgesellschaftlichen Widerstand offen, um sich innerhalb dieser Konfliktlinien langfristig zu positionieren? Und – wie stellen sich Systemfragen heute?

VA Freitag, 27.01.: Die Nachbarschaft als utopischer Ort

Oder: Warum der Stadtentwicklungssenat sich für Landwirtschaft interessieren sollte.

Freitag, 27.01. 16:00-18:00, Raum 001

Die katastrophale Lage auf dem Berliner Mietenmarkt ist nicht von der katastrophalen Lage in vielen anderen (nicht nur deutschen) Groß- und Universitätsstädten zu trennen. Sie ist ein gesellschaftliches Problem und deshalb nicht einmal im Ansatz mit den Mitteln der Mietenpolitik zu lösen. Auch ein Staatssekretär Andrej Holm hätte nur einem Teil der Betroffenen ein bisschen helfen können, er hätte also Linderung gebracht, aber keine Lösungen.

Die Geschichte des Kapitalismus ist die Geschichte der Konzentration der Produktivkräfte. Menschen werden direkt oder indirekt vertrieben und in Städten zusammengeballt. Diese Vertreibung findet auch aus Städten heraus statt (in andere Städte), ein großes, relativ wenig beleuchtetes Drama des 20. Jahrhunderts ist aber die Landflucht. Sie ist weiter im Gange und eine der Ursachen für den katastrophalen Mietenmarkt in Städten.

Wir können heute unabhängig von eher sozialistischen oder eher kapitalistischen Politiken nicht sinnvoll den Wohnungsmarkt regeln, ohne Stadt-Land-Beziehungen zu regeln bzw zu verbessern. Nebenbei: Die Landwirtschaft ist immer mehr am Arsch, in Händen immer weniger Konzerne konzentriert, und manche Fachleute warnen schon, der Planet habe nur noch 50 Ernten vor sich, weil die Böden durch die kapitalistische Ausbeutung so kaputt gemacht werden. In den letzten ca. 5 Jahren ist die Bewegung für Solidarische Landwirtschaft in Deutschland rasant angewachsen. Bei diesem Modell verbinden sich Menschen durch monatliche Zahlungen und gelegentliche Mithilfe mit einem Bauernhof, der ihnen wöchentlich das liefert, was er ihnen liefern kann. Das Ergebnis: Regionale, saisonale, gesunde Lebensmittel sowie Transparenz und Mitbestimmung für die Leute in der Stadt, ohne Vermarktungszwang und Land-Isoliertheit für die Leute auf dem Hof. Nötig dafür sind allerdings kollektive Räume in der Stadt, wo die Lieferungen hingehen können. Wir sollten von jeder Stadtregierung fordern, dass  Wohngebäude, die von staatlichen Firmen errichtet oder verwaltet werden, solche kollektiven Räume enthalten müssen – nicht nur für Gemüselieferungen.

Noch besser: Wir fordern, Pilotprojekte einzurichten, bei denen es darum geht, die Nachbarschaft – also zum Beispiel einen Häuserblock – als neue soziale Grundeinheit zu betrachten, wo sich die Menschen viele Ressourcen teilen und wo sie Basisdemokratie leben können. Ein solches alternatives Modell des Zusammenlebens, aufbauend auf Nachbarschaften und Gemeingütern, hat der Publizist P.M. vor ein paar Jahren entworfen und bis hin zur globalen Ebene weitergesponnen. Bestandteil dessen ist, dass jeder Häuserblock mit einem Bauernhof verbunden ist, von dem er zwei Mal pro Woche beliefert wird.

Siehe:

http://www.edition-nautilus.de/programm/politik/buch-978-3-89401-767-5.html
https://neustartschweiz.ch/files/publikationen/Neustart-Schweiz-Commons.pdf

Bei der Veranstaltung sollen das Konzept Solidarische Landwirtschaft
und die Entwürfe von P.M. vorgestellt werden.

VA: Filmscreening & Diskussion MIETREBELLEN 25.01. 20:30

Filmscreening und Diskussion MIETREBELLEN – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt in Solidarität mit Andrej Holm und zur Unterstützung der Besetzung des Instituts für Sozialwissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin in Anwesenheit des Filmteams #holmbleibt

Hier gehts zum FB-Event