VA 08.02. 20 Uhr: Gebärdensprache – Ist das Kunst, oder kann die weg?

„Wie das kann man studieren?“
„Gebärdensprache? Wie praktisch, die ist doch international.“
„Mit Gebärdensprache kann man nichts Abstraktes ausdrücken. Es lässt sich nur das Nötigste sagen.“
„Gehörlose können doch alles von den Lippen ablesen.“ „Was studierst du?
Irgendwas mit Toten?“

Diese und einige andere Aussagen hören wir immer wieder, wenn wir erzählen, dass wir Deaf Studies studieren.

In unserem Workshop möchten wir einige dieser Vorurteile aus dem Weg räumen und euch einen kleinen Einblick in die deutsche Gebärdensprache, sowie in die Gehörlosenkultur geben. Wenn du dir also selber schonmal solche, oder andere Fragen zum Thema Gebärdensprache und Gehörlosenkultur gestellt hast, bist du hier genau richtig.

Außerdem möchten wir mit euch dirskutieren welchen Stellenwert die
Gebärdensprache in Hinblick auf den heutigen technischen Stand noch haben sollte.

VA 02.02. 20 Uhr: Marcuse-Lesekreis

In seinem Buch „Triebstruktur und Gesellschaft“ arbeitet Herbert Marcuse
auf eine Philosophie und kritische Theorie des menschlichen Zusammenlebens hin, indem er ihm zufolge unerkannte Potentiale des Freudschen Denkens aufzeigt. Dabei stellt Marcuse Freuds Denken als wesentlich zwiespältig dar. Freuds Konstruktion zufolge basiert das menschliche Zusammenleben auf der Unterdrückung von Trieben, die auf Befriedigung und Glück zielen. Die Konstruktion ermögliche insofern Einsichten in die Verursachung von Leid durch die bestehende Gesellschaft, in die Verfestigung von repressiven Institutionen, zugleich aber auch in Kräfte, welche über diese hinausweisen. Dabei sei jedoch Freud nicht nur von der zeitlosen Notwendigkeit dieser Unterdrückungen für jede nur denkbare Gesellschaft überzeugt, sondern baue diese Überzeugung in einer Weise in seine Grundbegriffe ein, durch welche die vollständige Realisierung der kritischen Potentiale seines eigenen Denkens verhindert werde. Marcuse setzt sich die Aufgabe, diese Zwiespältigkeit zu beleuchten und die kritischen Potentiale, die von Freud selbst teils überdeckt werden, wieder freizuschaufeln.

Im Lesekreis wollen wir diesen Versuch kritisch prüfen und uns fragen,
inwiefern er für das Verständnis der heutigen Situation fruchtbar gemacht
werden kann. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Kreis
teilzunehmen.

02.02. 20 Uhr im Untergeschoss von #iswbesetzt

VA 02.02. 14 Uhr: Vernetzungstreffen mit akademischem Mittelbau HU

Solidarische Vertreter*innen des Mittelbaus veranstalten am 02.02. um 14 Uhr ein Verntzungstreffen für alle Mitarbeiter*innen, die sich gegen die Unterfinanzierung der Hochschulen wehren wollen. Hier die Einladung:

Liebe Dozent*innen und Professor*innen,

Haben Sie genug von prekären Arbeitsverhältnissen? Von immer weniger Raum für kritische Wissenschaft und einer chronischen Unterfinanzierung der universitären Lehre? Wir auch! Wir laden Sie daher zu einem Vernetzungstreffen mit dem akademischen Mittelbau zum Thema Hochschulpolitik am 2.2. um 14 Uhr in Raum 004 ein.

Solidarische Grüße!

Kommt zahlreich!

VA 09.02. 20 Uhr: Orgasmusschwierigkeiten & Revolution (VERLEGT AUF 09.02.!!!)

VERLEGT – NEUER TERMIN: 09.02. 20 Uhr

Vortrag von Andrea Trumann am besetzten Insitut für Sozialwissenschaften

Die Bewegungen rund um `68 haben die politische Praxis auf eine neue Ebene gehoben. Erstmals wurde die Kritik der Familie, des autoritären Charakters und der Sexualität zum wesentlichen Teil der Kritik, und das Experimentieren mit neuen Formen des Zusammenlebens ist seither aus radikalen Szenezusammenhängen nicht mehr wegzudenken. Durch den Schwerpunkt der Bewegung aufs Private wurde auch die für jede Revolution notwendige Emanzipation der Frauen mit angeschoben. Doch nicht nur das: In den kurzen Momenten, in denen die politische mit der privaten Emanzipation zusammenkam, erreichte die Bewegung die höchste Faszination und die größte Durchschlagkraft. Jedoch wurden die Forderungen und die Kritik der Frauen von der allgemeinen Bewegung brüsk abgelehnt, und damit das Ende der Revolte eingeläutet.

Diese Entwicklung der deutschen Studentenbewegung soll von der Subversiven Aktion bis zum Beginn der zweiten deutschen Frauenbewegung nachgezeichnet werden.

http://magazinredaktion.tk/orgasmus.php

• Besetztes Institut für Sozialwissenschaft • Universitätsstr. 3b • Donnerstag, 09.02.2017 • 20:00

VERLEGT – NEUER TERMIN: 09.02. 20 Uhr

VA 03.02. 16 Uhr: Außenposten der Festung Europa. Perspektiven aus Melilla Vortrag und Diskussion

Am kommenden 6. Februar jährt sich zum dritten Mal der Tod von fünfzehn Menschen, die schwimmend die spanische Enklave Ceuta und somit die EU erreichen wollten. Damals schoss die spanische Grenzpolizei mit Gummigeschossen und Tränengas auf die Schwimmenden und zeigte so auf besonders brutale Weise die  menschenverachtende Gewalt des europäischen Grenzregimes. Der Referent hat 2015 und 2016 in Melilla, der anderen spanischen Enklave, gelebt und berichtet von seinen Erfahrungen in Bezug auf die Funktion als Außenposten der Festung Europa. Dabei werden diese in einen weiteren Kontext eingebettet, ohne die Situation in der kleinen Mittelmeerstadt – und was es bedeutet, dort zu leben – aus dem Fokus zu verlieren.

VA 02.02. 18 Uhr: Mieten runter – Löhne und Gehälter rauf – oder was Zwangsräumungen mit dem Niedriglohnsektor zu tun haben

mit Peter Nowak (Journalist) und Matthias Coers (Filmemacher)

„Vom Niedriglohnsektor zur Zwangsräumung“, Videovortrag mit Mathias Coers (http://mietrebellen.de/) und Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de/)

Berichte, Videos, Bilder, Lesung zu aktuellen Wohn- und sozialen Kämpfen mit dem Autoren und Journalisten Peter Nowak (Buchveröffentlichung „Ein Streik steht wenn mensch ihn selber macht“) und dem Filmemacher und Soziologen Matthias Coers (Dokfilm „Mietrebellen“).  Der Niedriglohnsektor wächst und die Mieten steigen weiter, Mietschulden und Zwangsräumungen sind oftmals die Folgen – wie können die Kämpfe am Arbeitsplatz mit  Selbstorganisationsversuchen von Mieter*innen verbunden werden?  Im Anschluss Diskussion.

Ausstellung: „Lost in Gentrification“

Eine Gruppe von Studis, die sich „Gegenkunst“ nennt hat eine Ausstellung zum Thema Gentrifizierung auf die Beine gestellt. Kommt vorbei!

Hier Bilder und der Ausstellungstext:

Seit einigen Jahren ist das Thema Gentrifizierung in der Öffentlichkeit Berlins angekommen. Dieser Begriff, der im deutschen Raum stark durch Andrej Holm geprägt wurde, ist inzwischen zu einer Art Signalwort geworden. Egal ob in Zeitungsartikeln, in der Kneipe oder im Wohnhaus – alle wissen was gemeint ist. Aber wissen sie das wirklich? Wer ist eigentlich Schuld? Die Schwaben? Die Studierenden? Die Yuppies? Oder doch eher das Café mit Barista und Latte-Art, dieser neue Bio-Laden oder die Kunstgalerie, in der andauernd dieser Typ mit dem Macbook sitzt? Und in welchem Verhältnis stehen in Berlin eigentlich Investor*innen und Politiker*innen?
Die Ausstellung soll euch selbst anhand von sieben Stationen in diesem Komplex con Gentrifizierungsprozessen verorten und euch ermutigen, zu diskutieren wie Struktur- und Akteur*innenperspektiven zusammengebracht werden können. Viel Spaß!

Überblick Stationen:
1) Gentrimap (Beamer)
2) Raucherinsel Installation „Lost in Gentrification“
3) „Wo wohnst du?“
4) Vergleich Angebotsmiete 2007 und 2016 Berlin
5) „Recht auf Stadt“
6) „So wirst auch du deine Mieter*innen los!“
7) Mietsteigerung Berlin

VA 27.01. 20 Uhr: Filmscreening „Miete essen Seele auf“ (Kotti & Co.)

Die Mietergemeinschaft Kotti & Co besetzte im Mai 2012 einen öffentlichen Platz in Berlin Kreuzberg und errichtete über Nacht ein Protesthaus. Verbunden mit umfangreichen Protestaktionen entwickelte sich die Initiative zu einem der zentralen Verhandlungsorte einer sozialen
Stadtentwicklungspolitik.

In der Nacht des 26. Mai 2012 zimmerten einige Bewohner der
Sozialwohnungen am Kottbusser Tor, mehrheitlich türkischstämmige Nachbarn, aus Europaletten ein Protesthaus zusammen. Sie nannten es „Gecekondu”, aus dem Türkischen übersetzt heißt das „über Nacht erbaut”. Mit dieser Besetzung eines öffentlichen Platzes im Zentrum von Kreuzberg begann die Mieterinitiative Kotti & Co einen bis heute täglich sichtbaren Widerstand und setzte das Thema des sozialen Wohnungsbaus und die massive Verdrängung von langjährigen Bewohnern aus der Innenstadt auf die politische Agenda.

Menschen mit sehr verschiedenen Biografien und politisch  unterschiedlichen Ansichten begannen miteinander zu reden und ihre Geschichten zu teilen. Die Abgrenzungen und Vorurteile wichen einer positiven Verunsicherung, aus Nachbarschaft entstand Freundschaft.

„Miete essen Seele auf” dokumentiert zwei Jahre nachbarschaftlicher
Organisierung und Protest am südlichen Kottbusser Tor gegen die jährlich
erhobenen Mieterhöhungen und die damit verbundene Gefahr der Zwangsräumung. Die Initiative fordert Mietobergrenzen sowie die Rückführung der Sozialwohnungen in städtisches Eigentum. Die Dokumentation verknüpft dabei die Wohnungsfrage mit der Geschichte der Migration und betont eine Verbindung von Rassismus und urbaner Verdrängung.

VA 03.02. 16 Uhr: Zusammenhänge zwischen Fernsehdiskurs und Geschlechterdiskurs

Vortrag/Workshop mit Anna Simone Voigt vom gFFZ Gender- und Frauenforschungszentrum Frankfurt: Formen von Männlichkeit in Fernsehserien, vor allem in „Six Feet Under“. Dabei geht es u.a. um Theorien zu hegemonialer Männlichkeit und männlicher Herrschaft

VA 27.01. 18 Uhr: Filmscreening präsentiert von she*claim

she*claim cinema lädt wieder zum Filmabend ein! Diesmal im besetzten sozialwissenschaftlichen Institut der HU Berlin (Raum: Keller 12B). Wir zeigen zum zweiten Mal eine Reihe queerfeministischer Kurzfilme aus verschiedenen Ländern und verschiedener Genres. Das genaue Programm bleibt eine Überraschung, aber freut euch schonmal auf Mädchen mit Superkräften, coming-of-age stories, Körperspeck und vieles mehr. Die meisten Filme sind in englischer Sprache, manche mit Untertiteln und manche ohne. Danach werden wir noch Zeit haben, gemeinsam über die Filme zu sprechen.

FB: https://www.facebook.com/events/172805873205095/